Nationalpark Stilfser Joch


                                                    
In Zentrum der Alpen gelegen ist der Nationalpark Stilfser Joch mit 1350 qkm das größte alpine Naturschutzgebiet überhaupt. Zum Park gehören Nadelwälder, hochgelegene Wiesen, von Gletschern geformte Bergseen und jenseits der Vegetationszone zahlreiche Dreitausender und über 100 Gletscher. Kern des Schutzgebietes bilden Gipfel Ortler (3905 m), Königsspitze (3851 m) und Cedevale (3757 m), der sich über einem der größten alpinen Gletscher, dem Forni-Gletscher erhebt. Im Park sind heute die großen Säugetiere der Alpen wieder anwesend: Steinböcke und Gämsen, Rehe, Hirsche und Murmeltiere. Alle vier Arten kann man im auch landschaftlich außergewöhnlichen Zebrutal beobachten. Als weitere Höhepunkte sind das Fornital mit dem Gletscherpanorama und das Rabbital mit seinen Wasserfällen zu nennen. Der Nationalpark wird von der höchsten befahrbaren Alpenstraße durchquert (Stilfser Joch Passstrasse , 2758 m), sowie von der 2621 m hohen Gavia Passstrasse. Besonders von der Bevölkerung des Südtiroler Teils wurde der Nationalpark jahrzehntelang abgelehnt, wurde er doch in der Mussoliniära auch als Instrument zur "Romanisierung" Südtirols gesehen. Heute steht der Naturschutz im Park vor allem unter dem Druck des Skitourismus und Skisports (Skiweltmeisterschaft in Bormio, 2005). Der Wanderer und Exkursionist findet gute Bedingungen vor. Es gibt über 200 gekennzeichnete Wanderwege von insgesamt mehr als 1000 km Länge, sowie zahlreiche Berghütten und Biwaks.

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