Nationalpark Dolomiti Bellunesi



Die Dolomiten von Belluno und Feltre werden auch „vergessene Dolomiten“ genannt, weil sie ein wenig im Schatten der berühmten Dolomiten von Sexten oder von Cortina d’Ampezzo stehen. Doch auch dieser östliche Teil der Dolomiten ist landschaftlich sehr abwechselungsreich und von großer Schönheit. Dabei ist dieser Teil der Dolomiten vor der Landschaftszerstörung durch den Skiabfahrtstourismus verschont geblieben.

Die Bellunesischen Dolomiten haben Voralpencharakter. Sie wachsen direkt aus dem dem Mittelmeer zugewanden Tiefland heraus und erreichen ihre größte Höhe mit 2565 m rasch im Schiaramassiv. Während der letzten Eiszeit waren die meisten Teile des Parks nicht mit Eis bedeckt. Diese Besonderheiten haben im Gebiet des Nationalparks Bedingungen für eine besonders artenreiche Flora entstehen lassen. Mit 1500 verschiedenen Pflanzen- und 40 Baumarten sind die Dolomiten von Belluno der artenreichste Teil der italienischen Alpen.

Im Park leben etwa 130 Vogelarten. An Säugetieren sind Iltis, Gämsen und Hirsche heimisch. Die im Park seit langem ausgestorbenen Tiere Lux und Bär beginnen aus dem Osten wieder einzuwandern.

Der Nationalpark bietet landschaftlich neben den typischen Dolomitenbergen Wälder, alpine Wiesen und Hochebenen wie die Piani Eterni. Er wird von den Flüssen Cordevale und Mis durchschnitten. Im Zentrum des Parks liegt die wilde und abgelegene Bergkette der Monti del Sole. Sehr beeindruckend ist das Tal des Cordevale, der im Sommer sehr an die Trockenflüsse Calabriens erinnert. Mit dem Lago di Mis und dem Lago di Stua gibt es zwei schön gelegene und anzusehende Stauseen im Park.


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