Nationalpark Circero


                                                                    Lago di Sabaudia und Monte Circero

Der Nationalpark Circeo befindet sich an der Küste des Tyrennischen Meeres ca. 100 km südlich von Rom. Es gehört mit 8500 ha zu den kleinen Nationalparks. Er wurde 1934 gegründet, als im Zuge von Neulandgewinnung durch das faschistische Regime die Pontischen Sümpfe trocken gelegt wurden.
Zum Nationalpark gehören der erhalten gebliebene küstennahe Teil der Pontischen Sümpfe, das Kap Circeo mit dem 541 m hohen Monte Circeo und der Wals Selva del Circeo - Rest eines einstmals viel größeren Waldgebietes.
Das Feuchtgebiet enthält auch 4 größere Seen, die nur durch einen schmalen Dünengürtel vom Meer getrennt sind. Im Laufe des Jahres werden die Seen von mehr als 250 Vogelarten besucht, viele davon haben hier auch ihre Nistplätze. Die Seen sind deshalb in die Liste der durch die Konvention von Ramsar geschützten Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung aufgenommen worden. Von großer Bedeutung für den Erhalt des Feuchtgebietes sind die vor gelagerten Dünen und ihr Bewuchs, da nur sie die Meereserosion aufhalten können. Das Intaktbleiben des Dünengürtels ist allerdings ernsthaft durch den Badetourismus und rücksichtslosen Umgang mit dem Ambiente bedroht.
Das Kap Circeo wird von Homer als der Ort beschrieben, an dem die Zauberin Zirce lebt. Es handelt sich um einen Kalkfelsen, der noch im Pliozen eine vor gelagerte Insel war. An seiner Nordseite befindet sich ein Steineichenwald, während die trockenere Südseite von mediterraner Machia bedeckt ist. 1939 wurde in einer Grotte des Kap Circeo der Schädel eines rituell bestatteten Neandertalers entdeckt.


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