Nationalpark Cinque Terre


                                                                          Weinbauterrassen bei Manarola


Durch den Nationalpark Cinque Terre wird ein Küstenabschnitt Liguriens geschützt. Zwischen Levanto und Portovenere fallen die Berge steil zum Meer ab. Cinque Terre sind die 5 Küstenorte Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, die durch die Eisenbahnlinie Genua - La Spezia miteinander verbunden sind. Die Orte sind einzigartig und jeder hat seinen Charakter, wobei die umgebende Landschaft wegen der exponierten Lage von weiterer Zersiedelung verschont geblieben ist. Wie in keinem anderen Nationalpark ist die Landschaft durch die Arbeit des Menschen geprägt. In etwa 1000 Jahren Arbeit wurde die steil abfallende Küste terrassiert und durch ca. 11000 km Trockenmauern für den Weinanbau und die Kultivierung von Olivenbäumen urbar gemacht. Wegen dieser Terrassenagrikultur wurden die Cinque Terre im Jahre 1998 von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen. Heute ist der arbeitsintensive Anbau nicht mehr wirtschaftlich und so ist eine Aufgabe des Nationalparks, Initiativen zum Erhalt und zur Nutzung dieser einzigartigen Kulturlandschaft zu entwickeln.

Die Cinque Terre sind nach Süden exponiert und werden nach Norden und Osten durch den Apennin gegen kalte Winde geschützt. Das sehr milde Klima lässt eine üppige mediterrane Vegetation gedeihen. Etwa 40% des Nationalparks sind noch mit mediterraner Machia bedeckt. Es ist die perfekte Integration von Natur und Agrikultur, die das besondere der Cinque Terre ausmachen.

Von großer ökologischer Bedeutung und ebenfalls Teil des Schutzgebietes ist die Meeresküste der Cinque Terre. Hier hat sich eine reiche Meeresflora- und Fauna erhalten wie sie im italienischen Mittelmeer nur noch selten anzutreffen ist. Sogar Wale werden vor der Küste gesichtet.


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