Nationalpark Aspromonte


                                                                                   
Frühlingsblüte bei Bova

Aspromonte ist der am weitesten südlich gelegene Nationalpark Italiens. Im Süden Kalabriens türmt sich der Apennin noch einmal zu fast 2000 m auf und fällt nach Westen, Süden und Osten zum Meer ab. Obwohl große Teile des Parks bewaldet sind, überrascht der Aspromonte durch großartige, variationsreiche Landschaftsszenerie.
Zu seinen Naturwundern gehören die großen , weißen Trockenflüsse (Fiumaras), die Gletschern ähnlich Täler des Aspromonte durchziehen. Am beeindruckendsten sind die Fiumaras des Bonamico, des Rio Verde und vor allem des Amendolea.
Ebenfalls einzigartig sind die Felsformationen und Monolithen, die es vor allem im "Valle delle Grandi Pietre" gibt. Den Monolithen "Pietra Kappa" kann man als den Ayers Rock Italiens bezeichnen.
Zahlreiche Wildbäche stürzen die Hänge des Aspromonte hinab und bilden Wasserfälle. Der schönste von ihnen (und vielleicht von ganz Italien) ist der 3-stufige, 80 m hohe Maesano-Fall des Flusses Mente.
Mit dem Lago Konstantino hat sich einer der sehr seltenen natürlichen Stauseen gebildet. Ursache war ein Erdrutsch, der den Bonamico oberhalb von San Luca aufstaut.
Nicht nur die Naturschönheitenb ziehen den Besucher des Aspromonte in den Bann, es gibt auch interessante Kulturdenkmähler zu bestaunen. Zu nennen sind z.B. Rocche di San Pietro - ein von Basiliusmönchen im Mittelalter zu einer Einsiedelei ausgehöhlter Fels - und das Heiligtum der Madonna von Polsi.
In der Antike gehörte der Aspromonte zum Magna Greca und war auch Rückzugsgebiet der Sklaven des Spartakusaufstands. Noch heute sprechen Bewohner einiger Dörfer wie Bova und Roccaforte einen griechischen Dialekt, der dem Griechisch aus der Zeit Homers ähnlich sein soll.


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