Nationalpark Asinara


                             
Strafkolonie - Konzentrationslager für Kriegsgefangene - Quarantänelager - Hochsicherheitsgefängnis - Nationalpark: Stationen der bewegten Geschichte des im Nordwesten Sardiniens gelegenen Nationalparks Asinara seit dem Jahre 1885.
Asinara war seit dem Altertum bewohnt. Der mittelalterliche Castellacio und Aragonentürme sind Zeugen der Geschichte. Aber in den letzten 100 Jahren blieb die Insel isolierte und bewahrte als einzige größere italienische Insel ihren ursprünglichen Zustand. Bestrebungen, aus Asinara nach der Auflösung des Kerkers eine Ferieninsel zu machen, setzten sich nicht durch und 1997 wurde der Nationalpark Asinara eingerichtet. Die Kerker der Insel sollen nach dem Vorbild der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz zu Museen werden.
Neben ursprünglicher mediterraner Machia, feinsandigen Naturstränden und einer Blütenpracht im Frühling beeindruckt Asinara durch bizarre Felsformationen. Die Felslandschaft im Südosten der Insel lässt Erinnerungen an den Arches-Nationalpark in Utah aufkommen.
Ebenfalls hochinteressant ist die Tierwelt des Parks. Neben Wildschweinen, verwilderten Pferden und Eseln gibt es eine Mufflonherde, die sich meist im Südosten der Insel aufhält. Höhepunkt der Fauna sind aber zweifellos die ca. 80 weißen Esel, die der Insel auch ihren Namen gaben. Diese Eselrasse ist kleiner als andere Esel und kommt nur auf Asinara vor. Ihre Herkunft ist bis heute unklar. Ebenfalls unter Schutz steht die Küste Asinaras, die besonders reiche Meeresflora- und fauna und sehr sauberes Wasser besitzt.
Asinara ist heute fast unbewohnt und verfügt über keine touristischen Unterkünfte.


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